I g e l

 

Igelpflege bedarf einer Menge Arbeit und Wissen. Igel, die den Garten regelmäßig besuchen, dürfen mit Katzenfutter versorgt werden. Doch bitte nehmen Sie keine verletzten oder kleinen Igel bei sich auf. Die Pflege dieser Tiere darf nur in erfahrene Hände übergeben werden. 
Sollten Sie einen verletzten oder einen scheinbar hilflosen Igel beobachtet haben, wenden Sie sich an das Tierheim (09901/7039). 

Hier einige allgemeine Informationen über Igel:

Igel in Zahlen
Größe: ausgewachsen 22-30 cm Körperlänge
Stacheln: bei der Geburt ca. 100; erwachsene Tiere 6000-8000
Aktivitätsphase: März/April bis Oktober/November
Aktivitätszeit: nachts
Lebensraum: durchgrünter Siedlungsraum
Aktivitätsräume: Männchen bis etwa 100 ha, Weibchen ca. 35 ha
Nahrung: vor allem Insekten, Würmer, Schnecken (kein Obst und Gemüse)
Paarungszeit: Juli/August, in warmen Gegenden ab Mai
Wurfzeiten: 1 x jährlich; 80 % August/September
Wurfgrößen: durchschnittlich 3-7 Jungtiere
Geburtsgewicht: 12-25 g
Öffnen der Augen und Ohren: ab dem 14. Lebenstag
Zahdurchbruch: mit 20-22 Tagen
Entwöhnung und Selbständigkeit: mit ca. sechs Wochen
Geschlechtsreife: meist mit zwei Jahren
Lebenserwartung:

normalerweise zwei bis vier (höchstens sieben) Jahre, 
sehr hohe Jugendsterblichkeit (bis zu 80 %)

Tipps für den igelfreundlichen Garten
(von Karin Rupprecht - Igelinfo Regen)

Jeder sieht sie gerne in seinem Garten: Igel, die sympathischen Stachelritter. Wollen auch Sie Ihren Garten igelfreundlich gestalten? Das gefällt nicht nur Igeln, sondern auch Schmetterlingen, Bienen und vielen anderen schönen Gartengästen und Gartenbewohnern. Wichtig ist, dass Sie Versteckmöglichkeiten und Unterschlüpfe für Igel erhalten oder schaffen. Lassen Sie doch an einer Randstelle Ihres Gartens einfach das Gras wachsen. Es sieht nicht nur schön aus, wenn Margeriten, Hahnenfuß und Rotklee blühen, es lockt auch wunderschöne Schmetterlinge, Hummeln und Bienen an. Und nebenbei finden Igel im hohen Gras ein geeignetes Versteck und Nahrung in Form von Regenwürmern und Käfern.
Igelmütter benötigen im Sommer ein geschütztes, stabiles Nest, um ihre Jungen aufzuziehen. Auch dazu können Sie einen großen Teil beitragen: nehmen Sie z. B. zwei Holzklötzchen (ca. 15-20 cm Höhe) oder Pflastersteine und legen Sie darauf ein Brett (ca. 40 x 40 cm). Den Unterschlupf füllen Sie mit Stroh oder Heu aus und decken Laub, Reisig oder Äste darüber. Am Besten an einer etwas erhöhten Stelle im Garten, damit die Igel im Trockenen sitzen. Igel bevorzugen schattige, geschützte Nester unter Sträuchern oder an Hecken und Holzstapeln. Wenn Sie Glück haben, können Sie in der Dämmerung beobachten, wie die Igelmutter ihr Nest herrichtet und bezugsfertig macht.

Die Jungigel verbringen etwa 4-6 Wochen im Nest und sollten in dieser Zeit nicht gestört werden. Decken Sie auf keinen Fall das Nest auf, um die Igel anzuschauen. Im schlimmsten Fall kommt die Igelmutter nicht zum Nest zurück, weil sie sich nicht mehr sicher fühlt. Im August können sie mit etwas Geduld miterleben, wie die Igelkinder mit ihrer Mutter auf Streifzug gehen.
Geben Sie bei Gartenarbeiten Acht, dass Sie nicht versehentlich ein Igelnest aufstöbern, z. B. unter dem Komposthaufen oder im Holzstapel. Bei allen Gartenarbeiten sollten sie mit viel Vorsicht und Achtsamkeit vorgehen. Viele Igel werden durch Rasenmäher und Motorsensen schwer verletzt und verstümmelt. Das lässt sich mit Achtsamkeit und Rücksichtnahme vermeiden.
Und vergessen Sie bitte nicht, im Sommer ein Schälchen Wasser für Ihre stacheligen Freunde aufzustellen.
Ich wünsche Ihnen viel Freude mit Ihrem Garten!
Herzliche Grüße. Karin Rupprecht, Ecklend 1, 94209 Regen