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Abschied
nehmen ist schwer und die Tränen kommen einfach…. Als
ich Dich im Tierheim als Gassigeher kennen lernte und wir uns anfreundeten,
habe ich nicht geahnt, dass mir der Abschied von Dir so furchtbar schwer
fallen würde, hatten wir doch nur drei Jahre und acht Monate, die wir
miteinander verbringen durften. Wir
haben zusammen vieles erlebt und ich habe versucht, so oft es mir möglich
war, bei Dir zu sein; Du warst mein Fliegenfänger und „Böschungen-Umgraber“
(wenn ich Dich gelassen habe); wir sind durch dick
und dünn gegangen, durch Sonne, Wind, Schnee, Eis, Hagel und Regen;
Du hast mich des Öfteren umgeworfen, ich Dich durch „auf die Leine
treten“ mehrmals aus dem Takt gebracht und habe Dich herzlich
ausgelacht…, und doch habe ich die Zeit mit Dir geliebt! Doch
hieß es nun Abschiednehmen für immer von einem Freund, der nicht
einfach gestrickt war und mir und anderen viel Kummer bereitet hat, aber
trotzdem: ich habe Dich geliebt und ich hoffe, dass Du dort, wo Du nun bist,
viele Fliegen zum Fangen (endlich) und vor allen Dingen Böschungen zum
Buddeln findest. Warte
auf mich an der Regenbogenbrücke, ich werde kommen. Christa
Friedrich |