Neal-Spatz Mandy

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Keanu und seine Freunde

Keanu ist ein Hängebauchschwein. Er wurde im Jahr 2003 im Wildpark Ortenburg geboren. Im Alter von sechs Wochen kam er, zusammen mit seiner Freundin Princess Perpetua, kurz Peppi genannt, zu uns. Meine Tochter wollte unbedingt zwei Schweine vom Schlachter retten. Für normale "Mastschweine" hatten wir nicht genug Platz und die "Minischwein-Industrie" wollten wir auf gar keinen Fall unterstützen. Also kauften wir die beiden Schweinchen dem Wildpark-Besitzer ab und nahmen sie sofort mit nach Hause.

Im Wildpark haben die Schweine zwar ein schönes Leben und vor allem viel Platz, aber viele werden regelmäßig eingefangen und zum Schlachthof gebracht. Schweine sind sehr intelligente Tiere und wissen genau, was sie dort erwartet... Da wir Vegetarier sind, brauchen sich Keanu, Peppi und die anderen vier Schweinchen bei uns keine Sorgen um ihre Zukunft zu machen.

Bei uns leben außerdem zwei Ponys, ein Pferd, sieben Hunde (vom kleinen Yorki bis zum großen Boxer-Mix), wobei fünf aus dem Tierheim Wangering kommen, 12 Katzen (fünf aus dem Tierheim Wangering), zwei Meerschweinchen, zwölf Kaninchen (sieben aus dem Tierheim Wangering) und sechs Ratten. Dazu kommen noch ein Ex-Masthähnchen und eine Ex-Mastente, zwei Truthennen, drei Hühner, vier Laufenten, die keiner mehr haben wollte und eine Wildente mit ihren Küken.

Viele Menschen, die einen Hund haben, verstehen wie es ist, bedingungslos geliebt zu werden! Für mich ist es einfach ein Traum, mit so vielen zusammen zu leben. Sicherlich haben wir immer viel zu tun und ein Familienurlaub ist so gut wie nie möglich. Aber ich genieße trotzdem jeden Tag mit unseren Tieren und hoffe, dass es lange so bleibt!

Unsere "bellenden Freunde" sind auch keine perfekt trainierten Hunde. Mehr als "Sitz", "Platz", und "komm hier" ist nicht drin. Macht aber absolut nichts! Wir lieben sie, genau so wie sie sind. Sie sind unsere Seelentröster, Sofa- und Bettwärmer. Ohne Hunde neben uns im Bett können wir nur schlecht einschlafen und spazieren gehen ohne Hund ist irgendwie sinnlos... Jedes Tier hat sein eigenes Schicksal. Unser kleiner brauner Pony-Wallach, Twinkle, wurde z. B. schon als Zweijähriger als "Leihpony" missbraucht. Dies hat bei ihm tiefe Spuren, wie z. B. einem versteiften Rücken und ein Sprunggelenk-Problem, hinterlassen. Als wir ihn 1990 freigekauft haben, hatte er eine schwere Lungenentzündung, die von seinen ehemaligen Besitzern nicht behandelt wurde. Dadurch ist er leider auch noch ein "Kehlkopf-Pfeifer"; er kann also nicht schwer belastet werden. Dies hat uns jedoch nie etwas ausgemacht. In all den Jahren, in den wir ihn haben, hat er nie schwer arbeiten müssen. Twinkle lebt mit einer Pony-Dame, Maggie, und einem Pfernd, Filou, in einem Offenstall. Sie genießen ihr Leben sichtlich. Da fällt mir ein, ab und zu müssen sie doch noch für uns ARBEITEN, und zwar als Rasenmäher!

Mandy Neal-Spatz