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Katze des Monats

Juli 2010

 

Hallo ihr Lieben, ich bin Ruby. Ich wurde ca. im November 2009 geboren und bin schon ein Weilchen im Tierheim. Wissenswertes über mich: Anfangs bin ich erst mal etwas vorsichtig Fremden gegenüber, da zieh ich mich erst ein wenig zurück, bis ich mir sicher bin, dass alles passt und mir niemand etwas anhaben will. Vor allem in eine neuen Umgebung dauert es eben ein wenig. Kleinkinder sollten bitte auch nicht ein meinem neuen Heim sein, da sie mir etwas zu stressig sind. Nun zu meiner Krankheit. Leider bin ich nierenkrank und darf daher nur spezielles Futter fressen. Da die Krankheit chronisch ist man sie leider nicht mehr heilen kann, werde immer Spezialfutter zu mir nehmen müssen. Aber ich komm damit ganz gut klar. Jetzt brauche ich nur noch liebe, nette Menschen, die mir trotz meiner Krankheit ein schönes neues Zuhause geben. Ich werde es nach der Eingewöhnungszeit sicher danken! Wer gibt mir trotz Krankheit eine Chance?

Wer hat Erfahrung mit der Nierenkrankheit von Katzen?
Gerne können Sie sich in unserem Gästebuch austauschen.


Wissenswertes über
Nierenerkrankungen:

Die wichtigste Aufgabe der Niere ist das Filtern von Abfallprodukten und Giftstoffen aus dem Blutkreislauf. Daneben sorgt sie für die richtige Zusammensetzung der Elektrolyte im Blut, bildet ein Blutdruck regulierendes Hormon (Renin) sowie Erythropoetin, das für die Bildung roter Blutkörperchen verantwortlich ist. Verliert die Niere diese Fähigkeit, setzt die Katze immer mehr Urin ab, was zu Flüssigkeitsverlust führt. Es kommt zu Erbrechen, übermäßigen Durst, Appetitlosigkeit, Abmagerung sowie struppiges, fettiges Fell. Ausfallserscheinungen werden meist erst bemerkt, wenn die Niere mindestens 70 % ihrer Funktionsfähigkeit eingebüßt hat.

Für die chronische Niereninsuffizienz gibt es keine Heilung: Durch eine entsprechende Diät und Medikamente kann die Krankheit unter Kontrolle gebracht werden, so dass die Katze durch die Erkrankung kaum eingeschränkt ist.

Nierenfunktionsstörungen treten vor allem (aber nicht nur!) bei älteren Katzen auf. Es gibt verschiedene Ursachen wie altersbedingte Einschränkungen, Erblichkeit (Main Coone, Abessiner, Siamesen, Burmesen oder Ballinesen), Infektionen (Leukose, FIP; Zahnfleischentzündungen) oder ernährungsbedingte Ursachen (zu viele und schlechtverdauliche Eiweiße wie Soja und zu viel Phosphor im Fertigfutter.

Deshalb ist es anzuraten, bei Tieren die älter als sieben Jahre sind, die jährliche Routineuntersuchung um einen Nieren-Checkup (Blut- und Urinprobe) zu erweitern. Urintests zur Früherkennung sind derzeit noch in der Entwicklung.

Ihr Nieren-Diätfutter sollten Sie über den Tierarzt beziehen; im Fachhandel erhältliches Futter ist bestenfalls Schonkost. Je eher die Nierenerkrankung festgestellt wird und je konsequenter Sie sich an die Anweisung ihres Tierarztes halten, desto besser wird die Lebensqualität und Lebenserwartung Ihrer Katze sein.

Noch eine kurze Erklärung zu den wichtigsten Nierenwerten:

Kreatinin: ist ein Produkt des Muskelstoffwechsels und damit nicht ernährungsabhängig. Kreatinin ist der spezifischste Indikator der Nierenfunktion, steigt jedoch erst bei einer Schädigung von mehr als 50 % der Nierenleistung an.

Harnstoff: ist das wichtigste Abbauprodukt des Eiweißstoffwechsels und ist damit von der Futterqualität ebenso abhängig wie von der Nierenfunktion.

Urin: Verhältnis zwischen Eiweiß und Kreatinin im Urin kann bei der Früherkennung einer Nierenfunktionsstörung helfen. Fragen Sie Ihren Tierarzt.