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Katze des Monats Juli 2010 |
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Wer
hat Erfahrung mit der Nierenkrankheit von Katzen?
Die wichtigste Aufgabe
der Niere ist das Filtern von Abfallprodukten und Giftstoffen aus dem
Blutkreislauf. Daneben sorgt sie für die richtige Zusammensetzung der
Elektrolyte im Blut, bildet ein Blutdruck regulierendes Hormon (Renin)
sowie Erythropoetin, das für die Bildung roter Blutkörperchen
verantwortlich ist. Verliert die Niere diese Fähigkeit, setzt die Katze
immer mehr Urin ab, was zu Flüssigkeitsverlust führt. Es kommt zu
Erbrechen, übermäßigen Durst, Appetitlosigkeit, Abmagerung sowie
struppiges, fettiges Fell. Ausfallserscheinungen werden meist erst
bemerkt, wenn die Niere mindestens 70 % ihrer Funktionsfähigkeit eingebüßt
hat. Für die chronische
Niereninsuffizienz gibt es keine Heilung: Durch eine entsprechende Diät
und Medikamente kann die Krankheit unter Kontrolle gebracht werden, so
dass die Katze durch die Erkrankung kaum eingeschränkt ist. Nierenfunktionsstörungen
treten vor allem (aber nicht nur!) bei älteren Katzen auf. Es gibt
verschiedene Ursachen wie altersbedingte Einschränkungen, Erblichkeit
(Main Coone, Abessiner, Siamesen, Burmesen oder Ballinesen), Infektionen
(Leukose, FIP; Zahnfleischentzündungen) oder ernährungsbedingte
Ursachen (zu viele und schlechtverdauliche Eiweiße wie Soja und zu viel
Phosphor im Fertigfutter. Deshalb ist es anzuraten,
bei Tieren die älter als sieben Jahre sind, die jährliche
Routineuntersuchung um einen Nieren-Checkup (Blut- und Urinprobe) zu
erweitern. Urintests zur Früherkennung sind derzeit noch in der
Entwicklung. Ihr Nieren-Diätfutter
sollten Sie über den Tierarzt beziehen; im Fachhandel erhältliches
Futter ist bestenfalls Schonkost. Je eher die Nierenerkrankung
festgestellt wird und je konsequenter Sie sich an die Anweisung ihres
Tierarztes halten, desto besser wird die Lebensqualität und
Lebenserwartung Ihrer Katze sein. Noch eine kurze Erklärung
zu den wichtigsten Nierenwerten: Kreatinin: ist ein
Produkt des Muskelstoffwechsels und damit nicht ernährungsabhängig.
Kreatinin ist der spezifischste Indikator der Nierenfunktion, steigt
jedoch erst bei einer Schädigung von mehr als 50 % der Nierenleistung
an. Harnstoff: ist das wichtigste Abbauprodukt des Eiweißstoffwechsels und ist damit von der Futterqualität ebenso abhängig wie von der Nierenfunktion. Urin: Verhältnis
zwischen Eiweiß und Kreatinin im Urin kann bei der Früherkennung einer
Nierenfunktionsstörung helfen. Fragen Sie Ihren Tierarzt. |