Mein Name ist Tina, ich bin eine zurückhaltende
Karthäuser/...-Dame und komme ursprünglich aus Osterhofen. Im August 2001 wurde ich von meinem Besitzer zur
Pension ins Tierheim gebracht, wo ich drei Wochen bleiben sollte. Da ich wie gesagt sehr zurückhaltend bin und wie viele meiner
Artgenossen räumliche Veränderungen überhaupt nicht leiden kann, habe ich mich von Anfang an konsequent geweigert zu essen. Da dies früher oder später auffallen musste, bin ich dann in häusliche Pflege nach Engolling gekommen.
Nachdem ich ein paar Tage mit der Flasche zwangsernährt wurde, habe ich meinem
Dosenöffner weiteren Stress erspart und selbständig gegessen.
Mein Urlaub näherte sich schon fast dem Ende, als die nächste
Hiobsbotschaft eintraf. Rief doch mein Besitzer im Tierheim an und erklärte, dass er keine Katze mehr brauchen könne und ich doch im Tierheim bleiben solle (von wegen Tierschutz im Grundgesetz; mich hat er nicht mal gefragt, wo ich bleiben will).
Nach kurzer Krisensitzung wurde ich als Nr. 7 in die Familie aufgenommen. Als Freilauf gewöhnte Katze ist es zwar nicht immer ganz einfach, das Haus mit den anderen Tieren zu teilen, aber mit der Zeit gewöhnt man sich auch daran. Außerdem hat mein Futterknecht versprochen, ein Drittel des Gartens als Katzenfreilauf einzurichten, so dass meiner Freiheitsliebe dann nicht mehr so viel entgegensteht.
Jutta Krügener |