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Hallo, liebes Tierheimteam!
Könnt Ihr Euch noch an mich
erinnern? Ich bin die Ronja, eines von
den vier schwarzen Schnauzerchen, die im Dezember 2004 zu Euch ins Heim
kamen. Hier durften wir erst mal erfahren, dass man nicht nur Angst haben
muss, sondern dass es auch gute Menschen gibt. Endlich
hatten wir einen warmen Platz zum Schlafen und genug zu Fressen. Hier
fanden wir auch Freunde, mit denen zusammen wir die Leute anbellen
konnten, die da draußen vor dem Zaun standen. Manche gaben uns Leckerli
und wollten sich einschmeicheln.
An
einem Tag Mitte Januar habe ich „meine Menschen“
zum ersten Mal gesehen (doch das wusste ich damals noch nicht).
Herrchen sagte zu Frauchen: „Schau mal, wie wär`s denn mit der da?“
Aber dann gingen sie doch wieder weiter, wie die anderen auch.
Vielleicht lag es daran, dass ihnen gesagt wurde, dass ich überhaupt
nicht raus und schon gar nicht an der Leine gehen wollte...
Doch zwei Wochen später, ich
traute meinen Augen kaum, kamen die
beiden wieder! Ich wurde hinausgetragen und ich muss sagen, das Tragen
habe ich sehr genossen. Dann hat mich Frauchen einfach in den Schnee
gesetzt und ich bin ein paar Schritte gelaufen. Und siehe da, das machte
Spaß im weichen Schnee! Sogar einen Purzelbaum habe ich geschlagen! Wenn
ich nicht mehr weiterlaufen wollte, wurde ich wieder getragen. Ich habe
mir aber große Mühe gegeben, denn ich hörte, wie sie überlegten, mich
mit nach Hause zu nehmen. So kam es dann auch,
ich wurde ins Auto gesetzt und wir fuhren heim! Ich hatte ein Zuhause! 
Am Anfang musste ich mich natürlich
erst an alles gewöhnen, ich hatte vor jedem Ding Angst. Dann stellte sich
heraus, dass ich operiert werden musste. Da war ich ganz schön arm dran.
Aber danach ging`s aufwärts, ich wurde ja gut gepflegt von Herrchen und
Frauchen. Wir machten lange Spaziergänge im
Schnee und besuchten jeden Tag meinen väterlichen Freund Bingo. Langsam
wurde mir alles vertraut und ich verlor immer mehr meine Ängste. Am
liebsten wollte ich den ganzen Tag schmusen, am Rücken liegen und am
Bauch gekrault werden. Ich entdeckte auch, wie toll man spielen kann:
Klopapier aufrollen; Papiere, die rumliegen, zerfetzeln (Frauchen sagt,
ich bin ein prima Aktenvernichter) oder Socken und Hausschuhe in den
Garten tragen und vieles mehr! Im Juni bin ich
mit Herrchen und Frauchen in den Urlaub gefahren. Wir schliefen zusammen
in einer großen Hundehütte, die beiden sagen dazu „Zelt“. Es
standen lauter solche Hundehütten-Zelte da, meist schliefen aber
Menschen drin. Und es gab ein Wasser, das immer auf einen zuläuft und
dann wieder weg, dazu sagt man „Meer“, meine Menschen sind da
reingelaufen und haben dabei Spaß gehabt. Mir hat das nicht so gut
gefallen, ich bin nur bis zum Bauch hinein, überhaupt schmeckte das auch
gar nicht, das war total salzig!
Ich fühle mich „schnauzerl-wohl“
in meinem neuen Zuhause und ich glaube, Konrad und Claudia, so heißen nämlich
meine beiden Menschen, sind sehr froh, dass sie mich haben. Jeder sagt,
ich bin eine ganz Brave. Ich bleibe auch gerne
alleine, denn dann schlafe ich einfach. Und wenn einer von den
beiden heimkommt, dann geht’s auf, dann machen wir einen langen
Spaziergang, oder es wird gespielt. Ich flitze gerne im Garten umher,
belle große Hunde an, die an meinem Zaun vorbeitraben,
oder verjage Nachbars Katzen. Meinen Freund Bingo besuche ich jeden
Tag. Manchmal liege ich auch faul vor der Haustür und lasse mir die Sonne
auf meinen schwarzen Pelz scheinen. Vielleicht
komme ich Euch ja mal besuchen, Ihr seid aber auch herzlich eingeladen!
Viele Grüße aus Metten von
Ronja
P. S. Anbei noch ein paar
Bilder, Frauchen konnte sich gar nicht entscheiden, welche Sie Euch
schicken soll.
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