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Ein
herzliches Hallo an das ganze Tierheim Wangering!
Ich
bin´s,
der Moritz. Also als ich noch bei euch wohnte, hieß ich Mario. Aber da mein
neues Herrchen auch so heißt, haben wir einfach eine Münze geworfen, wer
einen neuen Namen bekommt... Ich habe verloren.
Tja, als
ich noch bei euch wohnte... Das war eine schöne Zeit, aber irgendwann dacht
ich mir, was soll´s, suchst dir neue Dosenöffner. Und so schaute ich mich
um und schmuste meine „Favoriten“ nieder. Allerdings wollten die nicht
beim ersten mal, aber als sie dann erneut zu Besuch kamen (ich ging ihnen
wohl nicht aus´m Kopf), probierte ich es noch mal und siehe da – es hat
geklappt. Ich durfte sofort mitkommen. Hals über Kopf nahmen sie mich mit
– das fand ich toll!!!
Im neuen
Zuhause angekommen musste ich feststellen, dass noch jemand da wohnte –
erstens eine schwarze Katzendame – also Dame, naja, ein Kind von paar
Monaten, alle rufen sie Hexe, aber so schlimm sieht sie gar nicht aus, find
ich. Die fauchte zwar ein wenig am Anfang, aber bereits nach ein paar
Stunden Ignoranz von mir ließ sie es bleiben und mittlerweile sind wir
Freunde geworden und stellen viel Blödsinn an.
Und dann
war da noch jemand – so ein kleiner Mini-Dosenöffner. So ein laufender
Meter. Er heißt Alexander und ist eigentlich ganz lieb, aber er will
immerzu schmusen und drückt mir dann so nasse Bussis auf die Schnauze –
auch Hexe bleibt nicht verschont – aber was soll´s, der ist noch so
klein, aber er gibt uns regelmäßig Leckerlis und seit neuestem auch unser
Futter in der Früh. Und die zwei großen Dosenöffner passen ganz viel auf,
dass er uns nicht wehtut.
So, da
hab ich mich nun eingelebt, bei meiner neuen Familie. Frauchen hat bald
eingesehen, dass Blumen hinstellen nichts bringt, stattdessen stellte sie
viele Kissen, Bettchen und Kratzbäume für uns auf. Ich bin auch der
absolute Schmusekater der Familie geworden, denn Hexe steht nicht so auf
Kuscheln. Auch an den neuen Namen habe ich mich gewöhnt, obwohl ich immer
noch versuche, ihn hin und da zu ignorieren, aber wenn dann mit Leckerli
gelockt wird, vergesse ich meinen Plan ganz schnell. Mittlerweile finde ich es auch toll, dass ich nicht raus muss,
vor allem bei Regen oder Schnee. Frauchen will uns nicht raus lassen, weil
hier viele Autos fahren und sie so viel Angst hat um uns. Aber wir haben
hier eine Riesen-Wohnung mit viel Versteckmöglichkeiten zu Verfügung und
da dürfen wir uns austoben und dann am Kamin ausruhen. Das find ich spitze!
Tschüß,
Euer Moritz
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Neuigkeiten vom
11.05.2012:
Hallo
liebes Tierheim-Team in Wangering,
wir möchten
uns in Vertretung für Moritz bei euch melden.
Wie
er euch schon geschrieben hat, wurde er am 10.07.2010 zu uns nach Hause
geholt. Da ging es ihm gut, noch besser ging es ihm aber, nachdem wir im März
2011 umgezogen sind und er mit seiner Freundin Hexe hier dank Katzenklappe
und wenig Straßenverkehr raus und rein konnte, wie er lustig war. Den größten
Teil des Tages verbrachte er aber ruhend und schlafend - ein sehr
geduldiger und ruhiger Kater, den sofort alle ins Herz schlossen.
Im
Januar 2012 fiel uns das erste Mal auf, dass er nicht so recht fressen
will und für sein sehr ruhiges Wesen eigentlich zu gereizt reagiert. Also
fuhren wir los zum Tierarzt Dr. Augenstein. Der untersuchte ihn
ordentlich, Blut wurde abgenommen und eine kleine Vitamin-Spritze
verabreicht. Und dann schien alles in Ordnung. Moritz war wieder wohlauf,
fraß und war ganz der „Alte“.
Im März
2012 wieder das gleiche – Moritz isst nicht, sitzt vorm vollen Napf und
„weint“ und er nimmt täglich ab. Also wieder zum Tierarzt, das war am
15.03.2012 – doch der hatte leider keine guten Nachrichten. Er meinte,
es stehe sehr schlecht um unseren Moritz. Wir entschieden uns sein Blut
kontrollieren zu lassen und das bestätigte leider die Vorahnung von Dr.
Augenstein – Moritz hatte Katzen-Leukämie (Leukose). Da unser Moritz
bei jedem Anfassen schon laut „weinte“ und sonst nur flach atmend da
lag, riet uns Dr. Augenstein schweren Herzens ihn zu erlösen.
Wir
nahmen unseren „Dicken“ wieder mit nach Hause, um sich zu
verabschieden und es unserem 3-jährigem Sohn zu erklären. Abends setzten
wir uns zusammen und malten ein Abschiedsbild für Moritz. Der schien zu
ahnen, was kommen sollte und wich uns nicht von der Seite, schnurrte sogar
seit längerem wieder und gab immer wieder „Köpfchen“ – vielleicht
war es seine Art zu sagen, ich hab euch lieb und ihr macht das richtige.
Am nächsten Tag, Freitag den 16.03.2012 riefen wir bei Dr. Augenstein an
– dann durften wir auch sofort vorbeikommen. Er und sein Team gaben uns
ganz viel Kraft für die sehr schwere Entscheidung und letztendlich erlösten
wir Moritz von seinem Leiden um 15 Minuten vor 9.
„Dicker“,
wir vermissen Dich immer noch und wünschen Dir auch auf diesem Wege alles
alles Liebe hinter dem Regenbogen – warte auf uns, es kommt die Zeit, da
sehen wir uns wieder.
Danke
an das Tierheim Wangering – er war ein toller Kater und ein wahrer
Freund - wir sind froh, dass wir wenigstens die 1,5 Jahre mit ihm
verbringen durften.
Petra, Mario und Alexander zusammen mit deiner kleinen Hexe
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