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Hallo Leute,
also das war
vielleicht eine komische Sache. Da waren zwei Zweibeiner, die haben sich
in meinen Zwinger getraut, ganz einfach so kamen die da rein und haben
mich mitgenommen. Erst auf einen Spaziergang und dann mit dem Auto auf
eine lange Reise. Sie sagten, sie bringen mich ins Hessenland. Da wäre
jemand, der mich mag und der mich haben möchte. Hmmm...
und da wären auch noch zwei andere Wuffis. Na – ob ich die wohl mag?
Und ob die mich wohl auch mögen werden?
Als
wir im Hessenland angekommen sind, haben die zwei Menschen mich in ihren
Garten gebracht und die Frau hat da mit mir zusammen im Gartenhaus
geschlafen, schließlich hat sie selbst ein Rudel - und Stress sollte mir
erspart bleiben. Sie sagte mir, dass ich am nächsten Morgen meine neue
Familie und mein Rudel kennen lernen würde. Ich wusste noch immer nicht,
ob ich mich freuen sollte. Aber ich war ganz brav. Bin ich eigentlich
immer – ehrlich! Ich weiß nämlich ganz genau, wenn ich mich hinsetzen
soll oder hinlegen, und ich kann auch stehen bleiben, warten, zurück
gehen und all so was, was die Menschen gerne von mir wollen.
Als es hell wurde,
sind wir dann erst mal spazieren gegangen, dann durfte ich wieder in das
große Auto einsteigen und wir sind wieder losgefahren. Der Weg war
diesmal nicht so weit. Dann hielten wir an. Als der Mann das Auto
aufmachte und ich aussteigen durfte, da stand noch ein anderer Mann und
lachte mich an. Er sagte, ich wäre aber ein toller großer Junge. Und
dann, als ich mal genau guckte und schnuffelte, wie der wohl riecht, hab
ich gemerkt, der ist aber in Ordnung. Und das soll mein neuer Papa sein?
Boooh! Den mag ich aber! Und dann hab ich auch
gleich die anderen beiden Wuffel gesehen, die standen in ihrem Garten und
haben mich gleich laut begrüßt. Mein neuer Papa ließ mich auch in den
Garten reingehen und ich hab erst mal die zwei abgeschnüffelt und sie
mich. Wir mochten uns alle drei auf Anhieb. Ich hab dann meinen neuen
Garten angeguckt und die anderen beiden haben mich begleitet und mir alles
gezeigt. Ich bin aber immer wieder zurück zu meinem neuen Papa gegangen
und hab mich angekuschelt.
Und meine neue Mama
und das große Mädchen mag ich auch. Hab schon mit allen gekuschelt.
Ich hab schon
gesehen, dass hier in meinem neuen Zuhause auch Pferde sind und schwarze
Rinder mit so großen Hörnern. Aber die muss ich mir erst noch in Ruhe
angucken. Dann erzähl ich Euch auch davon.
Oh, das hätte ich
doch beinahe vergessen: Meinen Freunden, die mich im Tierheim Wangering so
gut aufgepäppelt und versorgt haben, sag ich ganz lieben Dank dafür. Und
auch dafür, dass ich so problemlos in mein neues Zuhause fahren durfte.
Und auch meine neue Familie sagt "Dankeschön" und die zwei, die
mich hergebracht haben. Das war eine tolle Zusammenarbeit vom Tierheim
Wangering, Neufundländer Notruf e.V. und Neufundländer-Notvermittlung.
So was wünsche ich mir für viele Hunde. Also nochmals DANKE!
Bei dieser
Gelegenheit muss ich Euch gleich noch was erzählen:
Bei mir zuhause
steht immer Futter für alle. Und ich bin gar nicht mehr neidisch, wenn
die anderen an die Näpfe gehen. Ist nämlich immer für alle ganz viel
da. Da kann ich dann auch immer satt werden. Und ich fresse gar nicht so
viel, nur so viel, wie ich gerade Hunger hab. Bloß wenn mein Papa mit
Leckerlis ankommt und diese aus der Hand an uns alle verteilt, dann denke
ich mir, dass alles doch eigentlich für mich sein müsste. Ist ja schließlich
mein Papa, der die Leckerlis verteilt. Ich sehe gar nicht ein, dass
er auch der Papa für die anderen ist und die auch was abhaben sollen.
Papa sagt aber, dass ich das nicht tun soll, die anderen anknurren und
wegjagen. Vielleicht lass ich es ja mal irgendwann. Mal sehen.
Aber wir haben auch
schon Besuch gehabt von den Wuffis aus der Nachbarschaft. Da war ein
kleiner Westi dabei und noch ein JeKaMi-Mix (Jeder-kann-mitmachen-Mix).
Und ich hab mir die genau angesehen und abgerochen und angeschnuffelt -
und dann haben sie mich nicht mehr interessiert. Auch nicht, als sie an
meinen Wassereimer gegangen sind. Das sah ganz schön doof aus, als der
kleine Westi an meinem Eimer hochgestiegen ist und an das Wasser dran
wollte... hab dagestanden und gegrinst - Papa hat's gesehen.
Übrigens: die
beiden Bilder entstanden etwa zehn Minuten (!) nach der Begrüßung
zwischen Attila und seinem neuen Herrchen. Sie zeigen den neuen Papa und
Attilas neues Rudel. Denn - natürlich - er ist der Chef des Ganzen. Und
es sieht alles danach aus, dass Attila seinen Papa als sein Augäpfelchen
ansieht und ein besonderes Augenmerk auf ihn halten muss! Beide genießen
das.
Liebe Grüße,
Maria Briese-Ross
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