11.11.2011

Wenn Sport zum Mord wird

Massenmord an Hunden und Katzen in der Ukraine


Die Fußball-EM 2012 steht vor der Tür – bei den Austragungsländern Polen und der Ukraine läuft der Countdown. Nach der Olympiade in Athen hat sich nun auch die Ukraine zum Ziel gesetzt, mit Massentötungen die Anzahl der heimatlosen Tiere zu dezimieren, um der Welt nicht zeigen zu müssen, wie viele Hunde und Katzen auf ihren Straßen leben und leiden. Und so ganz nebenbei wird somit zur vermeintlichen Verschönerung des Stadtbildes beigetragen. Die populationsreduzierenden Maßnahmen der Ukraine sind allerdings fernab jeder Menschlichkeit und Zivilisation. Sie sind abartig, widerwärtig und bestialisch. Denn Hunde werden vergiftet, zu Tode geknüppelt, totgetreten und teils lebendig verbrannt. Für letztere grausame Methode steht in ukrainischen Städten ein mobiles Krematorium zur Verfügung. Die Tiere werden eingefangen, angeschossen und direkt in den Verbrennungsofen geworfen. Diese „Massenvernichtungs-Einrichtung“ wird im ukrainischen Staatsfernsehen beworben.

Auch UEFA-Präsident Michel Platini wurde mit der Forderung nach einer „Säuberung der Straßen“ zitiert. Der Deutsche Tierschutzbund forderte Platini auf, öffentlich für den Tierschutz Stellung zu beziehen. Denn die einzig wirksame Methode heißt Fangen, Kastrieren, Freilassen, um das Elend von Straßenhunden und –katzen zu verringern. Im Übrigen lässt das Tierschutzgesetz der Ukraine, an dem der Deutsche Tierschutzbund mitgewirkt hat, solche Tötungsaktionen nicht zu. Auch hat die Mehrheit der Abgeordneten des EU-Parlaments erst vor wenigen Wochen einer Erklärung zur tierschutzkonformen Kontrolle der Hundepopulation in der Europäischen Union zugestimmt. Doch all das ist nicht mehr wert, als das Papier, auf dem es steht. Tierschutzorganisationen gehen zwischenzeitlich gegen den Massenmord in der Ukraine an. Bislang reagieren die ukrainischen Behörden auf die Proteste vernichtend. Sie üben Druck aus, den internationalen Protest zu stoppen.

Lassen wir uns nicht einschüchtern. Helfen auch Sie den Tieren und unterstützen Sie die Petition von PeTA an die Ukrainische Botschaft: www.peta.de
Denn:
„Auschwitz fängt da an, wo einer steht und denkt, es sind ja nur Tiere.“
(Theodor W. Adorno, Sozialphilosoph, 1903 – 1969)

Ilona Kienle

Quellen:
ARD brisant vom 03.11.2011
YouTube www.youtube.de
Deutscher Tierschutzbund www.tierschutzbund.de
PeTa Deutschland www.peta.de

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