20.03.2010

Gefahr durch Zecken nicht unterschätzen

Ab 10 Grad Celsius droht Gefahr durch Zecken

In Kürze sehen sich wieder Tausende von Tierbesitzern mit einem alljährlich wiederkehrenden Problem konfrontiert: kaum steigen die Temperaturen sind auch die blutsaugenden Zecken wieder da und nutzen Hund und Katze als willkommenen Wirt. Die Gefahren durch Borreliose und andere durch die Zecke übertragbare Krankheiten sind bekannt und müssen ernst genommen werden. Nicht selten führen sie zu schwerwiegenden Krankheiten.

Es gibt einige über den Tierarzt zu beziehende prophylaktische Mittel wie Halsbänder, Sprays, Tropfen oder Pulver. Der Wirkvorgang ist immer der gleiche: Die auf die Haut des Tieres aufzutragende Substanz gelangt ins Unterhautfettgewebe und wird dort gespeichert. Saugt die Zecke nun das Blut ihres Wirtes, „vergiftet“ sie sich und fällt ab. Die Zeckenmittel halten die Blutsauger also nicht - wie fälschlicherweise angenommen - davon ab, unsere Haustiere zu stechen. Nachteil all dieser gängigen Mittel: Sie sind chemisch und für Mensch und Tier nicht ohne Risiken. Immer mehr Tierbesitzer suchen daher nach natürlichen Möglichkeiten der Prophylaxe. Den absoluten Schutz vor Zeckenbissen gibt es allerdings leider nicht. Weder mit den chemischen noch mit den natürlichen Mitteln. 

Auch ätherische Öle sind leider keine Alternativen: Nach Rücksprache mit der Toxikologie der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Gießen muss davon ausgegangen werden, dass Öle als Schutz vor Parasiten bei Katzen vor allem bei oraler Aufnahme eine toxische Wirkung haben können, was beim Schlecken des Fells nicht auszuschließen ist. Auf den Einsatz von Neemöl und anderen Ölen auf Pflanzenbasis sollte daher verzichtet werden, da die Bestandteile von der Katze nicht verstoffwechselt werden können. Bei Hunden kann das Öl - wie bei fast allen Präparaten - unter Umständen allergische Reaktionen hervorrufen.

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