17.12.2009

Herbert Hiller gibt Vorsitz im Tierschutzverein ab

Heike Vornehm wird kommissarische Nachfolgerin - Im März soll neu gewählt werden
(Bericht aus der DZ)

Herbert Hiller wird die Führung des Tierschutzvereins im neuen Jahr mit einem guten Gefühl an Heike Vornehm übergeben.

Von Caroline Strang

Deggendorf. Sein Amt als Vorsitzender des Tierschutzvereins Deggendorf und damit auch als Leiter des Tierheims Wangering legt Herbert Hiller zum 31. Dezember dieses Jahres nieder. Über die Gründe will er direkt nicht sprechen. Was er sagt, ist, dass drei Ämter in seinem Alter einfach zu viel sind. „Tierschutzvereinsvorsitzender, Tierheimleiter und Stiftungsvorsitzender - das kann auf die Dauer niemand gut ausfüllen“, umschreibt er den Stress der letzten Jahre. Viele Fälle gingen ihm auch an die Nieren. „Die Schicksale von Tieren und Menschen tun oft weh und die Arbeit höhlt dich mit der Zeit auch aus“, sagt Hiller.

Hiller bleibt im Tierschutz aktiv

Trotzdem gehe er dem Tierschutz auf keinen Fall verloren - er müsse nur schauen, inwieweit er sich aus gesundheitlichen Gründen noch engagieren könne. „Ich bleibe Stiftungsvorstand und sitze als solcher automatisch mit im Vorstand des Tierschutzvereins“. Und er sagt: „Ich habe also noch einen Fuß in der Tür“. Wichtig ist ihm, dass durch seinen Verzicht auf die Vorstandschaft das Vertrauen der Tierhalter und Spender in den Tierschutz des Landkreises nicht verloren geht. „Die sollen wissen, dass ich noch aktiv bin, gerade bei finanziellen Belangen werde ich noch mitschauen“. Es sei also immer noch möglich, zweckgebunden an die Stiftung zu spenden, über die er die Gelder dann kontrolliert ans Tierheim weiterleiten könne.
Und auch seiner Nachfolgerin, Heike Vornehm, traut er viel zu. „Das wird schon gut laufen“. Eigentlich wollte der 66-Jährige sich schon bei der letzten Wahl im Juni nicht mehr zum Vorsitzenden wählen lassen - „aber ich wollte den Ärger damals noch aussitzen“ (die DZ berichtete). Nun sei Zeit für einen Generationenwechsel. „Man muss den Jungen auch eine Chance geben“. Er blickt optimistisch in die Zukunft. „Ich wünsche mir und bin auch überzeugt davon, dass es mit dem Tierschutz bei uns gut weitergeht“. Die Stelle des Vorsitzenden wird vorerst kommissarisch von Heike Vornehm und Maria Schuhbaum geleitet, wobei erstere den Verein repräsentiert und offiziell vertritt und auch die Leitung des Tierheims übernimmt. Sobald die Zahlen des Steuerberaters da sind, soll eine Mitgliederversammlung einberufen werden - dann wird ein Nachfolger gewählt. In 14 Monaten werde dann über den gesamten Vorstand neu abgestimmt.
Heike Vornehm freut sich schon auf die neuen Aufgaben. Sie war sehr überrascht, dass sie den Vorsitz nun schon im Januar übernehmen wird. „Ich habe schon gehofft, dass Herr Hiller noch ein bisschen länger bleibt“, meint sie. Allerdings bleibe er ihnen ja erhalten. „Er wird uns immer noch beraten und unterstützen, wir fallen jetzt nicht in ein großes Loch“. Seit drei Jahren sei sie erst Mitglied des Tierschutzvereins, „aber wenn man aktiv ist und sich engagiert...“, sagt sie und lässt den Satz offen.
Die Arbeit als Vorsitzende des Tierschutzvereins und Leiterin des Tierheims laste nicht nur auf ihren Schultern, ist sie sich sicher: „Wir sind ein gutes Team“. Deshalb werde sie auch nichts Weitreichendes verändern. „Herr Hiller hinterlässt ein gut funktionierendes Tierheim, es besteht keine Veranlassung für große Veränderungen“. „Never change a winning team“, zitiert sie. Das ein oder andere werde verbessert, je nach Möglichkeit und Budget, wie das vor ihr auch schon gehandhabt wurde.

Heike Vornehm wird offiziell kandidieren

Auf die Frage nach ihrer Freizeit lacht Heike Vornehm, die als Biologin arbeitet. „Das ist meine Freizeit“. Nicht nur das: „Die Arbeit mit den Tieren ist meine Leidenschaft“. Und auch die Arbeit mit ihrem Team.
Wenn im Frühjahr der oder die Vorsitzende gewählt wird, wird die 41-Jährige kandidieren. „Gäbe es andere geeignete Kandidaten, dann würde ich mich sicher nicht um die Posten schlagen“, meint sie. Aber Kandidaten seien bei Posten, die mit viel Arbeit und Verantwortung verbunden seien, ja eher rar. „Also werde ich kandidieren und ich hoffe auf die Unterstützung der Tierschützer im Landkreis“.

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