28.02.2009

Katzenseuche

Thema wird nochmals aufgearbeitet

Liebe Tierfreunde, 

eigentlich wollte ich das Thema beenden und den Rest der Mitgliederversammlung vorbehalten, aber viele Tierfreunde sind der Meinung, dass es für die Öffentlichkeit noch nicht genug aufgearbeitet wurde. Sehr viele Katzenfreunde sind der Meinung, dass es sich halt um eine Seuche in einem Tierheim handelt und dass so etwas immer wieder mal vorkommt. Aber es gibt hier einen wesentlichen Unterschied. Es wurden von Frau W. immer wieder Katzen eingefangen oder aus dem Ausland, in Schwaben (da gibt es anscheinend keine Tierheime) oder sonst wo hergeholt und sofort ins Tierheim gebracht, wenn dort genügend gestorben waren um neue Katzen nachschieben zu können. Frau W. hat die Katzen ins Tierheim gebracht, obwohl sie wusste, dass diese dort qualvoll sterben müssen wenn sie nicht immun sind. Sie hat aber nicht aufgehört, immer neuen Nachschub in den verseuchten Katzenbereich einzuliefern, ohne eine Quarantäne einzuhalten. Sie hat den qualvollen Tod der Miezen für ihre undurchsichtigen Aktivitäten billigend/vorsätzlich (?) in Kauf genommen. Es war für die Miezen kein leichtes Sterben. Viele wurden tot aufgefunden, denen die Därme aus dem Leib hingen. Frau W. war das anscheinend egal, denn sie hat auch auf die Hinweise der Mitarbeiterinnen nichts unternommen, sondern die Situation durch immer neuen Nachschub immer mehr verschlimmert. Um die Sache völlig undurchsichtig zu machen (auch für unsere Mitarbeiterinnen, die ja alle Teilzeit arbeiten und nur wenige Tage in der Woche im Heim sind), wurden von ihr Katzen zwischen dem Tierheim und ihrem privaten „Katzenhaus“  hin und her geschoben. Diese Frau hat auch im Nachhinein kein Mitleid oder Schuldgefühl gezeigt. Jeder, der auch nur einen Funken echter Tierliebe im Leib hat, muss dieses Verhalten verurteilen.  

In den letzten Wochen wurden mir sehr viele Informationen über diese Frau zugetragen. Ich konnte einen Blick hinter ihre glänzende Fassade werfen. Was ich da gesehen habe, hat mich zutiefst erschreckt. Ich werde wohl nie zur Gänze erfahren, was diese Frau in den drei Jahren in denen sie für die Katzen zuständig war, getrieben hat. Aber sie hat ja nicht einmal soviel Charakter ihr Vorstandsamt im Tierschutzverein niederzulegen. Was nach all dem Leid das sie über die Tiere gebracht hat mehr als angebracht wäre.  

Was mich besonders ärgert, aber auch erstaunt, ist die Reaktion mancher sogenannter Katzenfreunde. Immer wieder höre ich keine Entrüstung über diese Frau und ihre Taten, sondern bekomme zu hören „aber die war doch immer so nett“. Da stellt sich für mich schon die Frage, was sind das für Katzenfreunde, die nicht dem Leid der Tiere nachfragen, sondern für die es wichtig ist, dass die immer so nett war. Ich bin mir sicher, wenn diese Seuche auch nur bei zwei oder drei Hunden zum Tod geführt hätte, wäre diese Frau im Tierheim aber auch in der Öffentlichkeit durch einen Sturm der Entrüstung hinweggefegt worden. Aber so haben wir die paradoxe Situation, dass einige, allerdings wenige „Tierfreunde“ trotz erdrückender Beweislage „es immer noch nicht glauben können“.

Herbert Hiller
Vorsitzender

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