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10.02.2009 Katzen unter Quarantäne Derzeit werden im Tierheim keine Stubentiger abgegeben - Vorsitzender Hiller: Wir haben die Situation im Griff |
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Von Franz Bergbauer Deggendorf. Im Tierheim in Wangering stehen die 70 Katzen derzeit unter Quarantäne. Dies teilte der Vorsitzende des Tierschutzvereins für den Landkreis Deggendorf Herbert Hiller auf Anfrage der DZ mit. Die Tiere leiden laut Hiller unter einem Virus*, der als Katzenseuche bekannt ist. Deshalb werden zurzeit auch keine Katzen an Interessenten abgegeben. „Wir haben im Tierheim die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um die Seuche zu bekämpfen“, erklärt Hiller. Mit drei Tierärzten seien die notwendigen Impfungen durchgeführt worden. Auf der Homepage teilt das Tierheim Wangering mit, die Verwaltung des Katzenbestandes habe neu eingerichtet werden müssen, da die vorgefundene nicht brauchbar war. Für neunzig Katzen seien nur dreißig Impfpässe vorhanden gewesen. In die Pässe seien weder ein Name eingetragen, noch seien Bilder der Miezen vorhanden gewesen, sodass die Pässe nicht zugeordnet werden konnten. Es kämen immer mehr Anfragen von neuen Katzenbesitzern, die den zugesagten Impfpass nicht bekommen hätten, heißt es auf der Homepage des Tierschutzvereins weiter. Die Besitzer seien zu Recht stark verunsichert, da niemand wisse, ob die Miezen geimpft seien. Wie Hiller mitteilte, sei die stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzvereins Theresia Weigl aus Niedermünchsdorf bei Osterhofen die zuständige Bereichsleiterin für Katzen gewesen. Neben ihrer Aufgabe im Tierschutzverein betreibt Weigl laut Hiller in Niedermünchsdorf ein Katzenhaus. Beide Aufgaben scheinen der Tierschützerin offenbar zu viel geworden zu sein. Seit einigen Wochen leite nun Veronika Diesel den Bereich Katzen kommissarisch. Weigl sei weiterhin stellvertretende Vorsitzende und betreibe weiterhin ihr Katzenhaus in Niedermünchsdorf. Der Vorsitzende des Tierschutzvereins rechnet damit, dass gegen Ende des Monats Februar die Quarantäne im Tierheim aufgehoben werden könne. Dann würden auch wieder Katzen an Tierliebhaber abgegeben. Auch das Katzenhaus im Tierheim sei dann wieder zugänglich. Möglicherweise seien die Stubentiger im Tierheim von Katzen angesteckt worden, als Anfang Februar etliche Katzen im Schutz der Dunkelheit über den Zaun geworfen worden seien, so Hiller. Die Katzenseuche gehört zu den Infektionskrankheiten und wird durch ein Virus verursacht, das sehr widerstandsfähig ist. Bei Zimmertemperaturen überlebt es bis zu einem Jahr. Er ist natürlichen Umwelteinflüssen sowie Chemikalien gegenüber sehr resistent und überlebt auch Einfrierung oder Austrocknung. Der Erreger kann an Kleidung und Schuhen sowie von Katze zu Katze, über Transportboxen und Futterschüsseln übertragen werden. Die Krankheit ist hochansteckend. Eine Infektion findet hauptsächlich bei Tieren zwischen sechs Wochen und vier Monaten statt. Die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit) dauert etwa zwei bis zehn Tage. Bei akuter Erkrankung sind die Stubentiger zunächst apathisch, leiden an Durchfall und häufigem Erbrechen, verweigern Nahrung und Flüssigkeit und letztlich kann der Flüssigkeitsverlust nach ein paar Tagen zum Tode führen. Gegen die Katzenseuche gibt es Impfungen, die immer wieder aufgefrischt werden müssen. * Bemerkung des Tierheims Wangering: Der
Bericht in der Deggendorfer Zeitung ist leider sehr ungenau. Der wichtigste Punkt
den wir richtig stellen wollen ist, dass wir keine 70 infizierte Katzen im Tierheim
haben. Nach dem momentanen Sachstand dürften es noch etwa fünf Miezen sein,
die behandelt werden müssen. Einzelne Vermittlungen wurden bereits wieder
vorgenommen. Aber der gesamte Katzenbereich ist aus hoffentlich verständlichen
Gründen für Besucher gesperrt, solange nicht der Gesamtbestand neu geimpft
ist. H. Hiller |
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